Über mich

Florian Harms

Ich bin permanent unterwegs. Oft im Zug oder im Flugzeug, meist im Kopf.

Gab es je eine spannendere Zeit zu leben als heute? Nie zuvor hat sich unsere Welt so schnell verändert wie jetzt. Ich interessiere mich brennend dafür und schreibe darüber für alle, die ebenfalls neugierig auf die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umwälzungen blicken und sich nicht mit Schlagzeilen zufrieden geben wollen. Auf Politiker, die mit langfristigen Herausforderungen konfrontiert sind, aber oft kurzfristig handeln. Die den Kontakt zu ihren Wählern verlieren. Auf Bürger, die ahnen, dass unter der warmen Decke des deutschen Alltagslebens irgendetwas nicht mehr stimmt, aber nicht so genau wissen, was da eigentlich aus den Fugen gerät. Von denen viele ein wachsendes Bedürfnis nach mehr Aufrichtigkeit und Authentizität artikulieren.

Auf Staats- und Regierungschefs, die unter dem Schutz Tausender Polizisten aneinander vorbeireden. Auf Technologiekonzerne, die mehr Macht als Staaten erlangen, aber auf gesellschaftliche Verantwortung pfeifen. Auf Wissenschaftler, die die Grenzen zwischen Materie, Biologie und Algorithmen überwinden, ohne sich die Frage zu stellen, ob das im Dienste von Mensch und Natur ist. Auf Menschen, die in ihrer Heimat kein Wasser, keinen Frieden, keinen Beruf oder keine Zukunft mehr finden, und lebensgefährliche Reisen auf sich nehmen, um ihr Heil anderswo zu suchen. Auf den Orient, der zwischen Aufbruch und Repression, Anmut und Armut, Hoffnung und Gewalt gefangen ist.

Zu pessimistisch? Dann schiebe ich noch rasch dies hinterher: Ich versuche, in jedem Schatten auch ein Licht zu finden. Ich glaube an das Gute im Menschen (zumindest in den meisten) und vor allem an die erlösende Kraft des Humors. Ich habe erfahren, dass man im Porträt eines schillernden Küchenchefs mehr über die Brüche in der arabischen Welt zeigen kann als in einem Nachrichtenartikel.

All das und noch viele mehr bietet mir genug Stoff für viele Texte. Nicht irgendwie runtergehackt, sondern möglichst ansprechend und mitreißend formuliert. Mal nachdenklich und mal schwungvoll, mal erschütternd und mal augenzwinkernd. Sprache ist mehr als ein Mittel zur Übermittlung von Informationen. Sprache ist eine Kunst. Ich liebe sie, und ich erfreue mich jeden Tag an ihr. Deshalb schreibe ich. Weil ich aufklären will und weil ich Schreiben nicht nur als Beruf begreife, sondern auch als Berufung. „Wörter stellen mir nach. Ich stelle sie vor“, hat Rose Ausländer gesagt. Da mache ich gerne mit.

Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch mal in meine Bücher oder in meine tägliche Kolumne TAGESANBRUCH.

Tagesanbruch-Produktion

Und sonst?

Leite ich die Redaktion von Deutschlands größter Nachrichten-Website t-online.de in Berlin, reise, lese, treffe ich Menschen, halte ich Vorträge und Lesungen. Genug jedenfalls für lange Tage und kurze Nächte.

Was noch?

Früher war ich Chefredakteur von „Spiegel Online“, habe für „Neue Zürcher Zeitung“, „Süddeutsche Zeitung“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und viele andere Medien geschrieben, habe in Freiburg, Damaskus und Ankara studiert und in Islamwissenschaft promoviert.

Falls Ihnen das immer noch nicht reicht und Sie partout mehr über mich erfahren wollen, folgen Sie mir doch einfach auf Twitter.